Herodot
Griechischer Autor des 5. Jahrhunderts v. Chr. Seit Cicero nennt man ihn den „Vater der Geschichtsschreibung“. Er reiste, befragte Menschen und schrieb ihre Erzählungen auf, oft mit dem Hinweis, dass er selbst nicht dafür bürge.
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Personen
Die Methode der Quellenarbeit bildete sich über Jahrhunderte heraus, und an ihrem Anfang stehen einige Autoren, deren Namen jeder Historiker kennt. Neben ihnen stellen wir Berufe vor, deren Vertreter keine berühmten Namen hinterlassen, ohne deren Arbeit die Dokumente aber gar nicht bis heute überdauert hätten.
Große Historiker stellen Fragen. Beantworten helfen sie Menschen, die jahrelang Papier vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Wie der Stoff ausgewählt ist: In diese Rubrik gehören nur Klassiker der historischen Methode aus ferner Vergangenheit, über die geprüfte Angaben vorliegen, sowie allgemeine Porträts von Berufen. Heutige Persönlichkeiten erwähnen wir nicht.
Drei Autoren, auf die man sich oft beruft, wenn man von den Ursprüngen der Geschichtswissenschaft erzählt.
Griechischer Autor des 5. Jahrhunderts v. Chr. Seit Cicero nennt man ihn den „Vater der Geschichtsschreibung“. Er reiste, befragte Menschen und schrieb ihre Erzählungen auf, oft mit dem Hinweis, dass er selbst nicht dafür bürge.
Verfasser der „Geschichte des Peloponnesischen Krieges“. Er wollte sich auf geprüfte Zeugnisse stützen und stand Berichten, die sich nicht bestätigen ließen, kritisch gegenüber. Sein Werk gilt als Vorbild eines strengen Ansatzes.
Historiker, der forderte, die Vergangenheit zu zeigen, „wie es eigentlich gewesen“, und sich auf Archivdokumente zu stützen. Mit seinem Namen verbindet man den Aufstieg der Archivarbeit zur Grundlage historischer Forschung.
Berufe ohne Namen: Ihre Vertreter bleiben meist im Hintergrund, doch gerade sie machen Quellen zugänglich.
Übernimmt Dokumente zur Aufbewahrung, verzeichnet sie, erstellt Findmittel und hilft Forschenden, die gesuchte Akte zu finden. Ein gutes Findbuch erspart Lesern Wochen der Suche.
Festigt brüchiges Papier, hält den Zerfall von Tinte auf, reinigt Blätter und Fotos behutsam. Seine Regel: nicht schaden und nichts hinzufügen, was man für original halten könnte.
Alte Fotos (auf Russisch)
Fachmann für alte Handschriften und Schreibweisen. Er hilft, einen schwierigen Text zu lesen und anhand der Buchstabenformen ungefähr zu bestimmen, wann er geschrieben wurde.
Sammelt Angaben über Vorfahren: befragt Verwandte, ordnet das Familienarchiv, arbeitet mit Kirchenbüchern und anderen Registern. Das kann ein Profi ebenso tun wie jeder begeisterte Leser.
Wie sich der Umgang mit Zeugnissen der Vergangenheit wandelte – von antiken Autoren bis zur Archivwissenschaft des 19. Jahrhunderts.
Eckdaten der Quellengeschichte: von der Antike bis zum russischen Archivgesetz.
Die wichtigsten Begriffe der Quellenarbeit: Quelle, Zeugnis, Zuschreibung, Datierung, Provenienz, Kontext.
Arten von Quellen, ihre Stärken und Schwächen sowie Regeln für das Zitieren.
Konkrete Daten und Angaben stammen aus Enzyklopädien und offiziellen Programmbeschreibungen; alles Übrige ist allgemein gehalten. Datierungen alter Dokumente sind fast immer ungefähr, und wir geben ausdrücklich an, wie sicher eine Angabe ist.